Rosel Düsel und Gaby Göhring

Von Menschen - Gaby und Rosl
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„Hast du mal ‘nen Kaffee für uns?" – ruft es vom Vorplatz des Gemeindehauses. Rosel Düsel und Gaby Göhring stehen da und sind im Gespräch vertieft.                                                         

„Na, klar, ich bring euch einen." Bald steht der Kaffee bereit. Ich frage nach: „Wie lange kennt Ihr euch eigentlich schon?" Gaby weiß es genau: 1986 hatte die Rosel sie auf der Straße angesprochen. Ob sie nicht in den Hauskreis kommen mag, fragte Rosel. Da war sich Gaby gar nicht so sicher. „Da muss man doch immer eine passende Bibelstelle auf Lager haben - dachte ich mir" - sagt sie heute lächelnd.

Und dann aber waren sie lange Jahre im Hauskreis Müller. Und Fahrradtouren haben sie gemeinsam gemacht - bis nach Mecklenburg zur Partnergemeinde. Und im Kirchenvorstand waren sie auch beide. Gemeinde ist eben so etwas wie Familie. Da geht es um Begegnung und Freundschaft. Manchmal muss man da auch so manche Marotte der Pfarrer ertragen. Aber die gehören eben auch dazu.

Ja, an Gaby habe ich immer ihre Lebendigkeit geschätzt, sagt Rosel. Und was ich bei dir toll finde, sagt Gaby, das ist deine afghanische Familie. Überhaupt die Afghanen. Arif fährt jetzt Rosel zum Impfen. Ein Geschenk. Die Syrer bei den Göhrings gehören auch fest dazu. Die Familie wird dadurch plötzlich weiter und größer.

Welcher Bibelspruch fällt euch denn eigentlich so ganz spontan ein, frage ich. Mir gefällt einfach der Psalm 73 - der von der Freude, dass ich mich an Gott halte, der ist mein Konfirmationsspruch, sagt Gaby. Rosels Spruch steht im Römerbrief: "Ich schäme mich nicht" - heißt es da. Wir können nämlich stolz sein auf unseren Glauben - und auf unsere Gemeinde. "Danke für das Gespräch mit euch, liebe Rosel, liebe Gaby!" (1.3.2021)