Maren und Patrick Grasberger

Von Menschen Maren und Patrick Grasberger
Bildrechte: privat

Heiraten muss anstrengend sein. Das wussten auch Maren und Patrick. An so viele Sachen denken! Das Hochzeitslokal. Die Kirche. Der Pfarrer. Die Gästeliste. Die Kleidung. Dann auch noch der Trauspruch und die Musik. Das Essen. Die Trauzeugen. Dabei vielleicht gar nicht immer einer Meinung sein; viel reden und planen. Und dann das ...

... alles wieder absagen müssen. Termin verschieben. Corona. Mit der Gastronomie die Neuauflage klären. Doch eines hatten sie damals im Mai vor einem Jahr nicht verschoben: Den Termin für die Kirche. Der Segen Gottes sollte spürbar über allem stehen.

Ich denke gerne an die Gespräche, die ich mit Maren und Patrick geführt habe. Da war so viel Offenheit. Vom Leben zu erzählen. Manche gute Erfahrungen mit Kirche kamen da in Erinnerung. Und auch diese Lebenslinien kamen zur Sprache: Umzug,  Neuanfang, Verlust und Orientierung. Bis die beiden sich trafen: Ein Sommer-Urlaub-Gutelaune-Kennenlernen. Am Gardasee. Verliebtheit. Eine Tür öffnete sich. Liebe. Das drängt doch geradezu danach, sich auch im Alltag zu bewähren!

Und schließlich dieses Selfie, damals vor einem knappen Jahr – nach der Trauung und einem ersten Feiern. Ich sehe die beiden zu ihrem Auto gehen. Alles geschafft! Eben noch mit Gästen nach dem Trau-Gottesdienst Sekt angestoßen, beisammen gestanden, unter freiem Himmel gefeiert – und bereit sein, bis irgendwann das andere Fest möglich sein wird. Was am Morgen noch mit dem kleinen Geheimnis begann – wie wird wohl die Braut, wie der Bräutigam aussehen? - mündet ein in Entspannung. Aus der Ferne sehe ich die beiden, wie sie dieses Selfie machen. Und ich habe sie um genau dieses Bild gebeten: Gibt es denn einen schöneren Moment und einen besseren Ausdruck für Loslassen? Jetzt will niemand mehr was von uns, wissen sie. Glück zu zweit. Genau davon erzählt dieses Bild. [P.S.: In ein paar Wochen ist es soweit: Glück zu dritt.] (8.3.2022)