Manfred Stauner

Von Menschen Gespräch mit Manfred Stauner
Bildrechte: privat

Es gibt ja Leute, die einmal im Jahr an Weihnachten kommen. Und sie sind uns willkommen. Bei Manfred Stauner ist es ähnlich und doch etwas anders: Er kommt einmal im Jahr, wenn so richtig Sommer ist. 

Da grünt und wuchert es gerade und das insbesondere auf dem Dach unseres Gemeindehauses. Herr Stauner jätet dann und pflegt das gartenähnliche Flachdach. Das nennt sich dann „mechanisches Entfernen unerwünschten Aufwuchses“ oder „Kontrolle der Dachentwässerung“ oder „Ausbesserung von Kahlstellen“ – und steht letztlich für stundenlanges Arbeiten und sorgfältiges Pflegen.

Die Liebe zu Gärten und begrünten Bauwerken hat Manfred Stauner wohl schon bald entdeckt – anfangs in ganz großem Rahmen. Heute legt der erfahrene Landschaftsgärtner Wert darauf, mit Lust und Hingabe das zu machen, was ihm wirklich Freude macht. Dies sind oft die kleinen und feinen Orte und übrigens meint er, dass wir dazu gehören!

Nebenbei findet er auch, dass Friedhöfe Orte großer Kreativität und auch des Innehaltens sind. Alles hat ja seine Funktion: Das Flachdach ist nicht wirklich von außen zu sehen – da geht es um den ökologischen Ausgleich und um Anlaufstelle für Insekten und Bienen. Der Friedhof zum Beispiel soll Raum für Erinnerung und innerer Balance sein. Was für eine Freude, dass wir in Manfred Stauner einen solchen Liebhaber und Fachmann haben – wenn es auch nur einmal im Jahr ist. (26.6.2021)