Buß- und Bettag in Bad Aibling

Diskussion im Gemeindehaus
Bildrechte: Stephan Schlier

Es ist schon gute Tradition, dass der Gottesdienst zum Buß- und Bettag in Bad Aibling ökumenisch gefeiert wird. In diesem Jahr gab es einen besonderen Gast: Markus Blume, Generalsekretär der CSU und zugleich Mitglied der Synode der evangelischen Kirche in Bayern. Blume wirkte im Gottesdienst als Lektor mit und stand im Anschluss beim Predigtnachgespräch im evang. Gemeindehaus zum Gespräch zur Verfügung.

Pfarrer Markus Merz setzte in seiner Predigt den Akzent auf die gesellschaftlichen Folgen von Buße. „Flugscham nennt man den Sachverhalt, immer mehr und häufiger zu fliegen, nur jetzt mit schlechtem Gewissen“, so Pfarrer Merz. „Doch es bringt nichts, wenn wir Buße mit Scham verwechseln. Wer sich schämt, lähmt sich selbst und übernimmt nicht wirklich Verantwortung.“

Markus Blume sieht gerade hier den Ansatzpunkt für sein Wirken in der Politik. Er will beitragen, dass in Klimafragen Verantwortung übernommen werde – durch Mutmachen und weniger durch Verbote. Es entzündete sich in der Gesprächsrunde die Frage, ob es denn erst den Blick in den Abgrund brauche, bis Menschen und bis die Politik etwas tue. „Gerade weil niemand abgehängt sein soll und jeder ernst zu nehmen ist, sei das Zuhören auf jeden Einzelnen so wichtig“, so Blume.